(Aufsuchende) Familientherapie

Das Konzept der (Aufsuchenden) Familientherapie arbeitet ausschließlich im Kontext des Mehrpersonensettings. Da das Problem vorrangig darin gesehen wird, wer wie mit wem und wann interagiert, liegt die erhoffte Lösung eher zwischen den Personen, also in den Beziehungen, und nicht bei einem Einzelnen.

Das Angebot richtet sich vor allem an Familien, die z.Bsp

  • schon viele erfolglose Versuche zur Lösung ihrer Probleme hinter sich haben
  • wenig Bereitschaft zeigen, an einer (aus ihrer Sicht) zeitaufwendigen bzw. überflüssigen Jugendhilfemaßnahme teilzunehmen
  • im Zwangskontext Maßnahmen zur Sicherstellung des Kindeswohl erarbeiten müssen
  • durch die Krankheit/psychische Störung eines Familienmitgliedes besonderen Herausforderungen gegenüber stehen

Je nach Familiensituation arbeiten wir mit einem oder zwei Beratern/Therapeuten. Innerhalb eines vorher klar festgelegten (Zeit-) Rahmens/Kontingent, finden zu Beginn wöchentliche, später nur noch 2-4 wöchentliche ca 60-90 minütige Treffen statt. Diese Treffen können je nach Situation sowohl bei der Familie, als auch in unseren Beratungsräumen stattfinden.

Das Konzept erlaubt ebenfalls einen Einsatz als „Clearing-Maßnahme“, um zu überprüfen, welche Form der Jugendhilfemaßnahme zur Lösung der vorgestellten Probleme als geeignet erscheint.